1970 – 1975

Die nächsten Spielsaisons 1970/71 und 1971/72 wurden mit den Plätzen 11 bzw. 9 abgeschlossen.

Erst 1972 ging es wieder bergauf, als sich erstmals die Früchte der Jugendarbeit bemerkbar machten. Mit Bernhard Gibis, Martin Gerspacher, Günter Strittmatter, Karl Kunzelmann, Rainer Weber und Günter Böhler traten gleich sechs Jugendspieler in die Aktivmannschaft ein und gaben ihr den nötigen Rückhalt. Überhaupt brachte das Jahr 1972 viele Höhepunkte für den Verein. Am 05.08.1972 konnte das vollkommen in eigener Regie errichtete Clubhaus von Pfarrer Hägele eingeweiht werden. Dieser feierliche Tag wurde mit einem großen Sportfest begangen, zu dem sich gegen 500 Zuschauer eingefunden hatten.

Im Jahr 1972/73 übernahm Bernhard Berger, der vorher bei Waldhaus gespielt hatte, das Training der 1. Mannschaft. Er führte die Mannschaft auf den 5. Rang. Besonders bekannt wurde der FC Dachsberg jedoch durch ein Freundschaftsspiel an Silvester 1972. Bundespräsident Heinemann, der zu dieser Zeit gerade seinen Urlaub in Wolpadingen verbrachte, ließ es sich nicht nehmen, an diesem Wintertag dem Wilfinger Sportplatz einen Besuch abzustatten. Beim Spiel Dachsberg gegen Waldhaus gab er seiner Freude darüber Ausdruck, dass diese kleine Gemeinde einen Sportplatz besitze und durch Mithilfe seiner Mitglieder so ein nettes Clubhaus auf die Beine gestellt werden konnte.

Die Saison 1973/74 wurde mit Friseur Buschle aus Höchenschwand als Trainer begonnen. Die ersten Spiele wurden siegreich beendet, doch nach einem verlorenen Spiel in Herrischried gehörte die Trainertätigkeit des Höchenschwanders bereits wieder der Vergangenheit an.

Blättern wir an dieser Stelle noch einmal zurück auf das Jahr 1971. Am 27.02.1971 fand  im Gasthaus Adler in Happingen die alljährliche Generalversammlung statt. Auf dieser Versammlung wurde eine neue Vorstandschaft gewählt. Diese Vorstandschaft machte es sich zur Aufgabe, die Bedingungen, die die Fußballer auf dem Dachsberg hatten, etwas zu verbessern. Mit der Fertigstellung des Clubhauses in Wilfingen (1972), Ausbau des Wilfinger Rasenplatzes (1973-1975) wurde ein großes Vorhaben in die Tat umgesetzt und verlangte von den Mitgliedern ein großes Maß an Eigenarbeit. Zu erwähnen in diesem Zusammenhang ist das gute Einvernehmen mit der Gemeindeverwaltung, das dadurch dokumentiert wurde, dass 1973 von Seiten der Gemeinde dem Fußballverein in Wittenschwand ein Hartplatz mit Flutlichtanlage zur Verfügung gestellt wurde. Da der alte Platz in Wilfingen ein Gefälle von zweieinhalb Meter aufwies, entschloss man sich, nachdem der Wittenschwander Sportplatz fertig gestellt war, diesen zu vergrößern und zu begradigen. Eine amerikanische Pionierarbeit übernahm diese Arbeiten, wobei 5000 Kubikmeter Erde bewegt werden mussten. Die Soldaten verlangten keine Entlohnung, sondern nur Unterkunft und Verpflegung für Treibstoff ihrer riesigen Raupe. Die Feinarbeiten musste der Verein unter eigener Regie fertigstellen.