Erste mit Raketenstart

Kreisliga B Staffel III, 22. Spieltag
FC Dachsberg – SC Niederhof/Binzgen 3:4 (3:2)

Die 1. Mannschaft des FC Dachsberg lief an diesem Tag mit Trauerflor auf. In stillem Gedenken an das kürzlich verstorbene Vereinsmitglied Walter Böhler, der den Verein über viele Jahre hinweg geprägt hat. Insbesondere beim Bau des Hartplatzes sowie des Rasenplatzes leistete er unzählige ehrenamtliche Stunden und trug maßgeblich zur Entwicklung der sportlichen Infrastruktur bei.

Unter lautstarker Unterstützung der E- und D-Jugend erwischte der FC Dachsberg einen Start nach Maß und übernahm von der ersten Minute an klar das Kommando. Mit hoher Präsenz in den Zweikämpfen und konsequentem Nachgehen der zweiten Bälle setzte die Mannschaft früh ein Zeichen und dominierte das Spielgeschehen.

Bereits in der 5. Minute wurde der Aufwand belohnt: Dennis behauptete sich im Strafraum und legte quer auf Chris, der sicher zur Führung einschob. Nur zwei Minuten später folgte direkt der nächste Treffer. Nikolas zog aus rund 25 Metern ab, sein Schuss wurde noch abgefälscht und senkte sich unhaltbar über den Torhüter hinweg zum 2:0 ins Netz. Vom Gegner war in dieser Phase wenig zu sehen, der FCD kontrollierte das Spiel.

In der 25. Minute erhöhte Dachsberg auf 3:0. Nach einem Freistoß aus etwa 25 Metern nahm sich Sven der Sache an und schlenzte den Ball sehenswert in den linken Winkel. Zu diesem Zeitpunkt spiegelte das Ergebnis den Spielverlauf wider. Erst danach fand Niederhof/Binzgen besser in die Partie und kam zu ersten Aktionen, während die Dachsberger Defensive zunehmend gefordert wurde, jedoch zunächst stabil blieb.

In der 35. Minute fiel dann der erste Gegentreffer – begünstigt durch einen unnötigen Ballverlust nach eigenem Einwurf. Die anschließende Flanke verwertete der gegnerische Stürmer per Kopf zum 3:1. Kurz vor der Pause musste der FCD einen weiteren Rückschlag hinnehmen, als ein Distanzschuss aus der zweiten Reihe seinen Weg ins linke Eck fand und auf 3:2 verkürzte. Eine zuvor souveräne Partie war damit zur Halbzeit wieder völlig offen.

Der zweite Durchgang begann denkbar ungünstig: In der 48. Minute nutzte Niederhof eine Ecke am kurzen Pfosten konsequent aus und erzielte den Ausgleich zum 3:3. In der Folge entwickelte sich ein intensives und offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Gleichzeitig sorgten mehrere zweifelhafte Entscheidungen des Schiedsrichters für zunehmenden Unmut im Dachsberger Lager. Eine Szene, in der Jan trotz fehlenden Kontakts für angeblich gefährliches Spiel verwarnt wurde, während eine vergleichbare Aktion auf der Gegenseite ungeahndet blieb, unterstrich dies.

In der 64. Minute gelang den Gästen schließlich die erstmalige Führung. Ein Mittelfeldspieler setzte sich im Strafraum auf der linken Seite durch und schob den Ball ins lange Eck zum 3:4 ein. In der Folge nahm die Partie weiter an Intensität zu, wobei der Gegner immer wieder kleinste Berührungen annahm und diese lautstark reklamierte – häufig mit Erfolg.

Für besonderen Ärger sorgten zwei spielentscheidende Szenen: Zunächst wurde Sven im Laufduell vom Torhüter klar gehalten, als er frei durch gewesen wäre – der Pfiff blieb jedoch aus. Kurz darauf wurde Dennis nach einem schnellen Angriff über außen deutlich gefoult. Der Schiedsrichter griff zunächst zur Gelben Karte, zog diese jedoch zurück, nachdem er erkannte, dass der betreffende Spieler bereits verwarnt war.

Trotz dieser Rückschläge zeigte der FC Dachsberg Moral und drängte in der Schlussphase mit aller Entschlossenheit auf den Ausgleich. Selbst Torhüter Jan-Luca rückte bei den letzten beiden Eckbällen mit in den Strafraum auf. Doch der Ball wollte nicht mehr ins Netz, sodass es am Ende bei der bitteren 3:4-Niederlage blieb.

Ein Spiel, das aus Dachsberger Sicht kaum schmerzhafter hätte verlaufen können: Nach einer hochverdienten 3:0-Führung steht die Mannschaft am Ende ohne Punkte da. Neben der nachlassenden Konsequenz nach dem starken Beginn bleiben insbesondere die strittigen Entscheidungen im zweiten Durchgang in Erinnerung, die den Spielverlauf maßgeblich beeinflussten. Umso ärgerlicher, da mit einem vollständigen Kader an diesem Tag zweifellos mehr möglich gewesen wäre.

Großer Dank gilt den E- und D-Jugendspielern des FC Dachsberg für den lautstarken und unermüdlichen Support über die gesamte Spielzeit hinweg.